- … 31 Meetingstunden pro Monat gelten als unproduktiv
- … 91 % der durchschnittlichen Meetingteilnehmenden tagträumen
- … 50 % der durchschnittlichen Meetingteilnehmenden halten Meetings für Zeitverschwendung
Atlassian beziffert die Kosten unnötiger Meetings für US-Unternehmen — in verschwendeten Gehaltsstunden — auf 37 Milliarden Dollar. Kurz: Teammeetings gelten oft als Produktivitätskiller. Sie denken: „Moment, wir können doch nicht einfach aufhören zu meetingen?“ In den meisten Fällen: nein. Also brauchen wir andere Strategien. Wie leiten Sie ein Meeting, das effektiv und zugleich ein angenehmer Kontaktmoment ist? Es gibt kein festes Template, aber klare Leitlinien. Experimentieren Sie mit einigen dieser Zutaten — und Ihre Meetings werden besser!
1: Input vor dem Meeting — was bereiten Sie im Vorfeld vor?
Je mehr auf dem Spiel steht, desto mehr Zeit wollen Sie in die Vorbereitung stecken. Und es gibt mehr vorzubereiten, als Sie vielleicht erwarten — und damit mehr, worin Sie erfolgreich sein können!
- Definieren Sie Ihr Ziel: Eine offene Tür? Vielleicht — in der Praxis starten wenige Meetings mit einem klaren „warum wir hier sind“. Als Host machen Sie das Ziel so konkret wie möglich und teilen es zu Beginn — besser noch: in der Einladung. Beschreiben Sie auch die Form: Brainstorm, Info-Session oder Debatte?
- Online oder offline: Brauchen Sie einen Raum? Oder geht dasselbe Meeting online per Conference Call, Skype oder Livestream? Mit Sendsteps können Online-Teilnehmende über Vorschläge abstimmen oder Fragen in kurzen Präsentationen beantworten. Wenn Technik die physische Sitzung ersetzen kann, denken Sie an gesparte Zeit und Reisekosten.
- Wer nimmt teil?: Wählen Sie strategisch und kennen Sie die Rollen. Wer hat ein großes Netzwerk? Wer ist Fachexperte? Gibt es Balance zwischen Introvertierten und Extravertierten? Unser Blog „How to build trust in the workplace“ liefert weitere Ideen.
- Pre-Meeting-Survey: Sind Ziele, Teilnehmende und Format klar, richten Sie eine kurze Umfrage vor dem Meeting ein, um Erwartungen zu sammeln. So passen Sie in den Tagen davor weiter an. Mit einem [kostenlosen] Sendsteps-Konto nutzen Sie die Survey-Funktion sofort.
2: Die Bühne — wie sollte der ideale Meetingraum aussehen?
Ein angenehmer Raum hilft bei Konzentration und Inspiration. Was lässt sich verbessern? Der Raum: Ordnung im Raum schafft auch Ordnung im Kopf. Studien zeigen zudem positive Effekte von Pflanzen am Arbeitsplatz. Laut US-Professor Roger Ulrich: „Sie ziehen Aufmerksamkeit ohne Anstrengung an und rufen positive Emotionen hervor, die jeweils die Konzentrationsfähigkeit erneuern und den Stressprozess unterbrechen“.
Haben Sie bei der Frage, wie man ein Meeting leitet, schon an Farbe gedacht? Sie können sogar das Farbschema des Raums anpassen. Die Hotelkette Radisson SAS nahm Farbe beim Design ihrer Meetingräume ernst: „Jede Farbe hat sowohl einen physischen als auch mentalen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit.“ Helle Farben fördern stärkere Beteiligung, Naturfarben stehen für Harmonie und Verlässlichkeit, Grün für Innovation und Optimismus.
Achten Sie auch auf den Sitzplan. Wollen Sie als Host am Ende entscheiden, sitzen Sie am Kopfende. Beim Brainstorming passt jemand anderes dort — oder ein runder Tisch. Oder wie in vielen japanischen Meetings: ohne Tisch und Stuhl eine Standing Meeting. Laut Forbes kann das die Meetingzeit sogar um 36 % verkürzen!
Ausweichorte: Ist das eigene Büro nicht inspirierend genug oder fehlt Platz für größere Gruppen? Es gibt hunderte Alternativen. In großen Städten entstehen mehr kleinere Räume mit Wohnzimmer-Ambiente. In Amsterdam ist Singel 80 ein Beispiel in einem alten Grachtenhaus. Neben Zentren wie Seats2meet.com und Spaces bieten Ketten wie citizenM und The Student Hotel kreative Orte. Gehen Sie aus dem Büro — raus aus der Komfortzone!
3: Zeitmanagement — wie gehen Sie klug mit Zeit um?
Inhalt und Ort stehen: Zeit für das eigentliche Meeting. Der Faktor „Zeit“ beeinflusst den Erfolg stark. Deshalb clevere Tricks: Wann: Wählen Sie den richtigen Wochentag. Montage sind oft voller To-dos nach dem Wochenende; Freitage eher energieschwach. Wählen Sie Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag.
Nach 45 Minuten lässt die Konzentration oft nach — planen Sie eine Stunde und versuchen Sie, sie in 45 Minuten zu pressen. Auch die Tageszeit zählt. Frühe Morgenmeetings verlieren Zeit an Kaffee, Verkehr oder noch-nicht-wach. Später am Morgen sind Menschen wacher — ein gutes Fenster. Planen Sie nicht zu nah an die Mittagspause; sonst zieht das Meeting in die Lunchzeit. Wie wirksam diese Extra-Zeit ist, bleibt offen.
Redezeit managen: Beauftragen Sie eine Timekeeper-Person, die Agenda-Slots hält. Kündigen Sie die Rolle vorher an. Verhindern Sie, dass Einzelne das Gespräch dominieren — nicht nur mit starker Moderation, sondern auch mit Technik. Mit Sendsteps sammeln Sie schnell Daten: etwa indem Teilnehmende per Smartphone abstimmen statt nur live zu reflektieren. Mit Ergebnissen auf dem Screen besprechen Sie die Auswertung gemeinsam.
Ebenso können Teilnehmende Fragen einreichen, die nicht zwingend im Meeting beantwortet werden müssen; filtern Sie die wichtigsten und beantworten Sie den Rest später. Ernennen Sie ggf. einen „Sidekick“, der eingehende Nachrichten über den Sendsteps-Nachrichtenfilter im Blick behält und unterbricht, wenn Relevantes kommt.
4: Follow-up nach dem Meeting — Ownership und Aktivierung
Nach einem gut vorbereiteten Meeting folgen noch ein paar Schritte.
- Evaluieren: Im letzten Agenda-Punkt kurz die Runde: „Was lief gut, was verbessern wir?“ Alternativ eine kurze Online-Umfrage [z. B. Sendsteps Survey]. Evaluation im selben Meeting bringt mehr Resonanz und oft höhere Scores — morgen hat jede Person anderes zu tun.
- Ownership schaffen: Weisen Sie Aktivitäten einzelnen Teilnehmenden zu, statt alles selbst mitzunehmen. Das verteilt Arbeit und Ownership. Verteilen Sie danach eine kurze Ergebnisliste — kompakter als Protokoll. Kombinieren Sie sie mit Poll- und Evaluationsdaten, und die Leute kommen gerne wieder. So zeigen Sie, wie man ein effektives Meeting leitet — Validate → Improve im Learning Loop Platform-Ansatz: Create → Engage → Validate → Improve.